Kinderrechtemobil
Mobile Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in der Region
Foto (von links):
Pauline Kaupmann und Andrea Schatke (Kinderrechtebüro DKSB), Britta Sander (Konrektorin der Overbergschule WAF), Dr. Olaf Gericke (Landrat), Peter Scholz (Sparkasse Münsterland-Ost), Tobias Steiner (Förderkraft OGS Overbergschule WAF) und Henrich Berkhoff.
Kinderschutzbund im Kreis Warendorf startet mit „Kinderrechtemobil“
Mobile Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in der Region
Das „Kinderrechtebüro-ganz inklusiv“ des Kinderschutzbundes im Kreis Warendorf hat ein wegweisendes Projekt gestartet: das „Kinderrechtemobil - ganz inklusiv!“. Die mobile Anlaufstelle erweitert das bestehende Angebot und erreicht Kinder sowie Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren direkt in ihrer Lebenswelt vor Ort sowie auch jene, die eventuell mit Beeinträchtigungen leben.
„Kinder haben Rechte, wie etwa das Recht auf Bildung und Förderung oder das Recht auf Gesundheit und Hilfe. Wir stärken Kinder und ihre Eltern, indem wir ihnen die Bedeutung dieser Rechte durch Spiele, kreative Aktionen und Gespräche auf Augenhöhe vermitteln“, erklärt Landrat Dr. Olaf Gericke. Der Kreis Warendorf ist mit seiner großen Fläche und den zahlreichen Städten und Gemeinden prädestiniert für ein mobiles Angebot. „Wir wollen die Kinderrechte dort sichtbar machen, wo die jungen Menschen leben“, erklärt eine Mitarbeiterin des Kinderrechtebüros. „Mit dem Mobil können wir Barrieren abbauen und einen niedrigschwelligen Zugang zu unseren Angeboten sichern.“
Das Kinderrechtemobil fährt zunächst verschiedene offene Ganztagsbetreuungen, wie hier an der Overbergschule in Warendorf, an. Dabei werden die Kinderrechte auf spielerische, sportliche und künstlerische Weise vermittelt. Nach einer Anlaufphase sollen „offene Kinderrechtetreffs“ am Mobil einen unkomplizierten Zugang ermöglichen sowie das Mit- und Füreinander stärken. Gleichzeitig fungiert das Fahrzeug als mobile Anlauf- und Beratungsstelle für junge Menschen, die Fragen zu Kinderrechten oder Kinderrechtsverletzungen haben. „Hier setzen wir ganz konkret vor Ort an, um die Gesellschaft zukunftsfähig zu machen,“ führt der erste Vorsitzende des Kinderschutzbundes, Henrich Berkhoff, aus und sieht dabei die Festigung der demokratischen Werte als eine der wichtigen Ziele des Projektes.
Als Fahrzeug wurde ein Bulli angeschafft, der von außen klar als Kinderrechtemobil erkennbar ist und im Inneren ausreichend Platz für den Transport von Materialien wie Tischen, Bänken und Pavillons bietet, die für die mobilen Treffs benötigt werden. Die Aktion Mensch übernimmt 70 % des Kaufpreises. Die Restfinanzierung, womit dann auch die Kosten für eine entsprechende Folierung und Ausstattung gedeckt wurden, übernahm die Sparkasse Münsterland Ost mit 12.000 Euro. „Für uns ist die Unterstützung des Kinderrechtemobils ein klares Zeichen unseres gesellschaftlichen Engagements. Wir möchten aktiv dazu beitragen, dass Kinderrechte sichtbar und vor allem gelebt werden sowie junge Menschen in ihrer Lebenswelt gestärkt werden“, erklärt Peter Scholz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse.