Projekt SpürSinn

Präventionsschulung an Förderschulen

Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen erleben überdurchschnittlich oft sexualisierte Gewalt. Angesichts dieser Tatsache ist es wichtig, dass sie, genau wie alle anderen Kinder und Jugendlichen, schon frühzeitig altersangemessene Informationen über sexualisierte Gewalt erhalten.

Viele bunte Hände mit Fingermalfarbe

Nur ein Kind, das weiß, was sexualisierte Gewalt ist, kann sexualisierte Gewalt richtig einordnen.

Das Projekt SpürSinn will das Risiko sexualisierte Gewalt senken und wird als Präventionsangebot seit 2024 an Förderschulen im Kreis Warendorf durchgeführt.

Die Adressatinnen und Adressaten von SpürSinn
Das Angebot bezieht die Kinder und Jugendlichen, die Sorgeberechtigten und Bezugspersonen sowie die Lehrkräfte mit ein. Es wirkt somit auf mehreren Ebenen.

Logo Projekt SpürSinn

SpürSinn richtet sich vor allem an Mädchen und Jungen im Alter zwischen 8 und 12 Jahren an Förderschulen mit den Förderschwerpunkten: emotionale und soziale Entwicklung, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Lernen und Sprache.

Die Eltern und Bezugspersonen der Förderschülerinnen und Förderschüler werden über die Inhalte umfangreich informiert.

Die Schulleitungen, Lehrkräfte und pädagogische / therapeutische Fachkräfte werden ebenfalls über die inhaltliche Arbeit informiert und wenn es geht in die Einheiten mit einbezogen.

Die jeweils teilnehmenden Schulen sollten ein Schutzkonzept gegen (sexualisierte) Gewalt an der Schule mit entsprechenden internen Verfahrenswegen implementiert haben bzw. das Präventionskonzept sollte ein Teil des Entwicklungsprozesses sein. Dies beinhaltet die Wahrnehmung des Schutzauftrags nach §8a SGB VIII und die Einleitung erforderlicher Einschätzungs- und Handlungsschritte bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung.

Inhalte der pädagogischen Einheiten

Das Projekt SpürSinn will den Kindern helfen, Grenzverletzungen zu erkennen und offen darüber zu sprechen.

  • Wer darf mich anfassen?
  • Was ist erlaubt und was nicht?
  • Was ist sexualisierte Gewalt?
  • Wo kann ich mir Hilfe holen?

Diese und andere Fragen werden in den Klassen in fünf Einheiten behandelt, die jeweils eine Stunde dauern. Außerdem können die Kinder in der Redezeit ihre persönlichen Fragen stellen und werden beraten. Zum Projekt gehören darüber hinaus Informationen für die Bezugspersonen der Kinder und die Lehrkräfte der Förderschulen.