Patenschaften für Kinder mit besonderen Bedürfnissen

Kooperation zwischen der Städt. Sekundarschule Ahlen und dem Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Warendorf e. V. Drei Paten betreuen fünf Kinder der Sekundarschule. Die Kooperation wird im Schuljahr 2014/15 weiter ausgebaut.


Die Kooperation zwischen unserer Schule und dem Kinderschutzbund wird großzügig von der Bürgerstiftung Ahlen mit 5.200 Euro in den Schuljahren 2013/14 und 2015/16 unterstützt.


Die schulischen Rahmenbedingungen:

  • Die Städt. Sekundarschule Ahlen ist eine gebundene Ganztagsschule. Dienstags und freitags endet der Unterricht bereits um 13.20 Uhr.
  • Nur an diesen Tagen gibt es Hausaufgaben.
  • Die Kinder haben nur an diesen Tagen Zeit für Treffen mit ihren Paten.
  • Ein Treffen dauert 90 Minuten.
  • Am Freitag kann die Schulwoche beendet und das Wochenende vorbereitet werden.
  • Die Treffen finden in der Schule statt. Die Kinder haben alle Arbeitsmaterialien im Klassenraum. Die Paten treffen sich nach dem Unterricht mit den Kindern. Sie müssen keine langen Wege gehen.

Einzelne Kinder brauchen Paten:

Manche Kinder fühlen sich überfordert. Deshalb fällt es ihnen schwer, mit der Arbeit überhaupt anzufangen.

Sie benötigen eine Bezugsperson, die ihnen hilft, die Zeit für sie hat und sie unterstützt.
Die Paten des Kinderschutzbundes begleiten die Kinder, bis sie die schulischen Aufgaben selbstständig lösen können.

 

Die Paten unterstützen die Kinder, ihre Arbeit zu organisieren:

  • Arbeitsblätter werden systematisch eingeheftet,
  • Materialkisten werden aufgeräumt,
  • die Taschen werden für das Wochenende gepackt.

 

Die Kinder...

  • behalten einen Überblick über ihre Aufgaben,
  • planen schrittweise ihre Arbeit,
  • erledigen schrittweise die Aufgaben.
  • Kinder müssen sich auch sprachlich verbessern.

 

Die Paten...

  • hören ihnen zu,
  • sprechen mit ihnen und sind gute sprachliche Vorbilder,
  • üben mit ihnen das Arbeits- und Sozialverhalten.

Eine Patenschaft wird vereinbart:

  • Die Schulleitung wählt gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern des 6. Jahrgangs fünf Schüler/innen aus.
  • In einem Gespräch mit Eltern und Kind werden die Begleitung und ihre Ziele vorgestellt. Möchten sich ein Kind und seine Eltern auf die Unterstützung durch einen Paten einlassen, unterschreiben sie eine Anmeldung.
  • Ein Termin zum Kennenlernen wird vereinbart und die Patenschaft kann beginnen.

Die Patenschaft dauert zunächst ein halbes Jahr. Danach wird entschieden, ob eine weitere Unterstützung notwendig ist.

 

Die Kinder treffen ihre Paten:

  • Die Kinder treffen sich freitags nach dem Unterricht mit ihren Paten in einem Klassenraum.
  • Gemeinsam kann eine kleine Mahlzeit eingenommen werden. Paten und Schüler/innen können über die vergangene Woche sprechen.
  • Die anstehenden Aufgaben werden besprochen und erledigt.
  • Noch Zeit? Jetzt können die Kinder mit den Aufgaben für das Wochenende beginnen. Dabei werden sie von den Paten unterstützt.
  • Zum Schluss wird besprochen, was die Kinder am Wochenende erledigen müssen. Die benötigten Materialien werden gemeinsam eingepackt.

Die Schule und der Kinderschutzbund übernehmen Aufgaben.


Die Schule...

  • gibt den Paten die nötigen Informationen,
  • ermöglicht einen Austausch zwischen Paten und Lehrerinnen/Lehrern,
  • stellt einen Ansprechpartner für grundsätzliche pädagogische Fragen zur Verfügung,
  • koordiniert mit dem Kinderschutzbund die Vorbereitung und Fortbildung der Paten.

 

Der Kinderschutzbund...

  • stellt die Paten für die Begleitung der Sekundarschüler/innen,
  • bereitet gemeinsam mit der Schule neue Paten auf ihre Aufgabe vor,
  • stellt Mittel für ihre Fortbildung zur Verfügung.

 

Die Kooperation wird überprüft:

  • Die Evaluation der Maßnahme erfolgt zum Ende des Schuljahres durch
  • Befragung der Paten, der Kinder und ihrer Eltern zum Verlauf der Unterstützung,
  • Befragung der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer zum Arbeits- und Sozialverhalten der unterstützten Kinder,
  • Beurteilung der Leistungsentwicklung der jeweiligen Kinder.
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